Ich habe etliche Stunden in World of Warships Legends versenkt, und es bietet absolut geniale Seeschlachten, gemischt mit Designentscheidungen, die einen manchmal zur Weißglut treiben können.
Die Grundlagen: Worauf du dich einlässt
USK ab 12 / PEGI 7 – Wargaming hat World of Warships Legends am 16. April 2019 veröffentlicht und damit ihren PC-Marine-Brawler komplett für Konsolen neu aufgebaut. Der Free-to-Play-Multiplayer ist aktuell für PlayStation 4, Xbox One, Xbox Series X, PlayStation 5 (regionsabhängig), iOS und PC verfügbar.
Das Spiel hebt sich von der PC-Version ab, da es speziell für Controller optimiert wurde und schnellere Freischaltungen bietet. Die Konsolenversion spielt sich völlig anders als das Setup mit der Maus; die Steuerung fühlt sich mit den Analogsticks überraschend präzise an.
Kritik und Empfang: Die Zahlen sprechen Bände
Kritiker mochten es, die Spieler sind extrem gespalten – was genau meinen eigenen zwiespältigen Eindruck widerspiegelt. Die Wertungen sehen wie folgt aus:
| Plattform | Bewertungstyp | Wert | Anzahl |
|---|---|---|---|
| PS4 | Metascore | 83 (Allgemein positiv) | 6 Kritiker-Reviews |
| – | Top Critic Avg | 82 | – |
| – | Kritiker-Empfehlung | 91% | – |
| – | User Score | 6.4 / 10 (Gemischt) | 92 Nutzer-Bewertungen |
Kritiker lobten die Portierung. Das CGMagazine vergab 9/10:
„Obwohl ich anfangs skeptisch war, hat World of Warships den Übergang auf Konsolen besser geschafft, als ich es für möglich gehalten hätte, und es macht riesigen Spaß.“
Genau auf den Punkt – diese riesigen Kolosse mit den Daumen zu steuern, sollte eigentlich nicht so gut funktionieren, tut es aber.
Gameblog.fr gab eine 80, warnte aber früh vor der Monetarisierung: „World of Warships ist leider ein sehr gutes Spiel… mit seinen merkantilen Elementen wird es deinen Geldbeutel so schnell leeren wie ein Schiffswrack.“ COGconnected bestätigte bei einer 75 den Spielspaß, wies aber auf die schnell auftauchenden Paywalls hin.
Und die Nutzer? Ein einziges Chaos.
rafpoo gab die volle 10: „Das Spiel ist mein absoluter Favorit. Dieses befriedigende Gefühl, wenn man eine Wahnsinns-Salve landet…“
Auf der anderen Seite:
Banehammer strafte es mit einer 3 ab: „Dieses Spiel ist einfach nur langweilig, und das Handling sowie die Erklärungen sind unterirdisch! Man landet in super unausgewogenen Matches, in denen man oft der einzige Low-Tier-Spieler ist und einfach keine Chance hat.“
Kritiker sahen den Glanz der Mechaniken und der Optik; Spieler stießen auf Matchmaking-Probleme und Zahlungsaufforderungen. Beide Seiten haben recht, was einen World of Warships Legends Testbericht zu einer kniffligen Angelegenheit macht.
Features und Modi: Viel zu entdecken
Jede Menge Möglichkeiten für den Schiffskampf. Über den Forschungsbaum schaltet man Schiffe mit EP frei. Premium-Schiffe ermöglichen den direkten Einstieg in die Action.
Kommandanten bringen taktische Tiefe – reale und fiktive Kapitäne mit Talenten, die das Gameplay deines Schiffes komplett verändern können. Die falsche Wahl für deinen Spielstil kann dich versenken; ein Stealth-Zerstörer-Kapitän im Vergleich zu einem Torpedo-Spammer ändert alles.
Die Spielmodi im Überblick:
- Tutorial und PvE gegen Bots – Lernen, ohne von Veteranen abgefarmt zu werden
- Standard PvP 12v12 – Das Hauptevent, Team gegen Team
- Kontrollpunkte für die Kartenherrschaft
- Divisionen für Teamkämpfe
- Gewertete Gefechte für Ranglisten-Jäger und Belohnungen
- Koop, Feldzüge, Aufträge und Container für Boosts
Die Bot-Option ist super, und dass man kein PS Plus für Online-Matches braucht, ist ein kluger Schachzug. Das Crossplay zwischen PS4 und Xbox sorgt für kurze Warteschlangen. Matches starten schnell, aber die Qualität ist schwankend.
Schiffsklassen: Finde deine Rolle
Die Schiffsklassen Test zeigt: Jede Klasse erfordert einen völlig anderen Spielstil. Beherrsche deine Rolle oder kassiere Torpedos.
Zerstörer: Die flinken Aufklärer
Zerstörer kombinieren Geschwindigkeit mit Papierpanzerung – schnelle Wendemanöver, Aufklärung, kleine Nadelstiche mit den Geschützen und Torpedowände. Torpedos sind langsam, also muss man bei Schlachtschiffen weit vorhalten. Breite Fächer decken Flächen ab, enge Fächer treffen hart auf kurze Distanz. Wer zu wenig vorhält, verschwendet Salven. Sie sind die Könige des Hinterhalts und verschwinden im Nebel. Kartenkenntnis und Geduld zahlen sich hier massiv aus.
Kreuzer: Die vielseitigen Arbeitstiere
Kreuzer sind Allrounder. Nebel, starke Flak – sie sind der Kleber des Teams. Auf mittlere Distanz nehmen sie Zerstörer unter Beschuss und weichen Schlachtschiff-Salven aus. Der einfachste Einstiegspunkt. Sie zerfetzen Zerstörer, geben Schlachtschiffen Deckung und holen Flugzeuge vom Himmel. Man ist selten nutzlos, selbst in einem schlechten Team.
Schlachtschiffe: Schwimmende Festungen
Schlachtschiffe teilen am härtesten aus. 14-Zoll-Geschütze können kleine Schiffe mit einer Salve vaporisieren. Eine Breitseite löscht Kreuzer oft sofort aus. Aber sie sind träge – über 20 Sekunden Ruderstellzeit und 30-40 Sekunden Nachladezeit. Zerstörer können dich torpedieren, während deine Geschütze noch drehen. Frühzeitig aufklären, Distanz wahren und anwinkeln ist Pflicht. Wer sich flankieren lässt, ist erledigt.
Flugzeugträger und Hybride: Die strategische Ebene
Träger steuern Staffeln aus der Ferne – eher Schach als Schlägerei. Strategen blühen hier auf.
Hybride wie die Ise oder Suwo mischen Schlachtschiff und Träger. Die Ise hat 62k TP, acht 14-Zoll-Geschütze und Luftangriffe. Das Flugdeck eröffnet neue Spielzüge – erst bomben, dann schießen. Kommandanten wie Andrew Cunningham optimieren die Hybrid-Werte.
Die Suwo ist ein Tier-7-Monster: 72k TP, 99er Flak-Wert und starke Sekundärbatterien. Aggressiv spielen, Breitseiten nutzen und manuelle Luftangriffe koordinieren.
Rob Zacny traf es gut: „Damit ein Team in Warships Erfolg hat, müssen diese Klassen zusammenarbeiten, und es ist ein herrlicher Anblick, wenn sie es tun.“
Aufklären, unterstützen, hämmern, bomben – Poesie in Bewegung, wenn alles synchron läuft.
Fortschritt, Währung und das Thema Monetarisierung
Verschiedene Währungen treiben dich an:
- Kreditpunkte: Spielwährung für Upgrades, Verbrauchsmaterialien und Forschungsschiffe
- Dublonen: Premium-Währung für Echtgeld – für Premium-Schiffe, Beschleunigung und EP-Umwandlung
- EP/Elite-EP: Für den Fortschritt im Forschungsbaum
- Container: Lootboxen mit Schiffen, Kommandanten, Boosts oder Credits
Premium-Schiffe sind sofort einsatzbereit, ohne Grind.
Die Monetarisierung ist hart. Gameblog.fr sagte: „Leert deinen Geldbeutel so schnell wie ein Schiffswrack.“
Screen Rant kritisierte den Mikrotransaktions-Spam. PowerUp! meinte, Free-to-Play funktioniert, aber der Grind ist heftig. Add86 war direkt: „Sie erwarten, dass du Geld bezahlst. Viel Geld. Verschwende nicht deine Zeit oder dein Geld.“
Klartext: Wargaming hat das Spiel zum Verkaufen gebaut. Flottenpakete überspringen Forschungsbäume. Man kann kostenlos gewinnen, aber Upgrades dauern ewig und die hohen Tiers ziehen sich. Premium bietet Komfort, aber keinen automatischen Sieg.
Grafik, Performance und Nutzererfahrung
Das Spiel sieht durchweg scharf aus. Gaming Nexus lobte die Nutzung der Konsolenpower – detaillierte Rümpfe, Stürme, Nebel und Lichteffekte überzeugen. Feuer, Explosionen und Wellen sehen fantastisch aus.
Dave Gamble: „Die Schiffe sehen großartig aus… Flammen und Explosionen sind toll gemacht.“
Vistan: „Grafik und Interface sind gut durchdacht und gezeichnet.“
Die Analogsticks steuern sich sauber. Gaming Nexus merkte an, dass Controller die steile Lernkurve der Tastatur abmildern. Das Zielen funktioniert dank Zielhilfe sehr gut.
Das Tempo ist höher als am PC. PowerUp!: Schnellere Runden von 10-15 Minuten halten den Spielfluss aufrecht.
Bekannte Schiffe: Favoriten der Community
Einige Schiffe stechen besonders hervor:
- Nelson – Tier 6 Schlachtschiff, sehr solide; Super-Heilung, dicke Geschütze.
- Iwami – Ein seltener Tier 8 Fund für Global-EP.
- BA Montana – Legendäres Paket; ein sehr solides US-Schlachtschiff für das Endgame.
- Tirpitz/Suzuya – Kreuzer mit Fokus auf Sekundärbatterien.
- Ise – Hybrid: 3 Heilungen, Luftangriffe, 62k TP, 11km Flugzeug-Reichweite; braucht Nähe wegen der Streuung.
- Picardie – Französisches Schlachtschiff mit 57.988 TP, 4x305mm Geschützen und starken Sekundärwaffen (11,1 km Reichweite).
- Suwo – Tier 7 Forschungsbaum-Hybrid mit 72k TP und 99er Flak – ein echtes Biest.
Ise und Suwo sind wilde Hybride; die Picardie ist ein König im Nahkampf. Wähle passend zu deinem Stil.
Matchmaking, Balance und Kritikpunkte
Das Matchmaking ist der größte Kritikpunkt. MrGamesReviewer: „Standardmodi fehlt ein fähigkeitsbasiertes Matchmaking… komisch unausgewogen.“ Man sieht oft Anfänger gegen Veteranen – ein reines Schlachtfest.
Banehammer: Als Low-Tier hat man keine Chance, High-Tiers löschen einen aus meilenweiter Entfernung aus. Balzak72: Auf Tier 7+ verliert das blaue Team gefühlt 75% der Zeit – die Stimmung in den Foren ist ähnlich.
Weitere Beschwerden:
- Gameplay-Macken und Bugs – Add86: Schiffe verschwinden manchmal und tauchen woanders wieder auf. Luko6mano8: Zerstörer sind zu oft „unsichtbar“, Torpedos kommen aus dem Nichts.
- Steuerung und Tutorial – Banehammer: Das Handling wird kritisiert, und es gibt kaum Vorbereitung auf Mechaniken wie Anwinkeln.
- Monetarisierungsdruck – Add86: Überall Paywalls und Werbung, die mit der Zeit nerven.
Das sind keine Einzelfälle – die Foren sind voll davon.
Das Fazit: Stärken, Schwächen und für wen es sich lohnt
Stärken:
- Konsolen-Optik ist top: Wetter, Modelle und Trefferfeedback fühlen sich hochwertig an.
- Klassen erfordern Teamplay; taktische Absprachen sind Gold wert.
- Viele Modi: Solo, PvE, Team und Crossplay kostenlos.
- Controller-Steuerung ist flüssig; Lernkurve nicht zu brutal.
- Kein Abo für Online-Matches gegen Bots nötig.
Schwächen:
- Harte Monetarisierung: Der F2P-Grind ist extrem mühsam.
- Schlechtes Matchmaking in hohen Tiers; oft einseitige Partien.
- Interface und Tutorials für Neulinge lückenhaft.
- Gelegentliche Sichtbarkeits-Bugs.
- Großer Graben zwischen Profis und Gelegenheitsspielern.
Wer sollte spielen:
Fans von taktischen Multiplayern, Geschichtsinteressierte und Teamplayer. Wer langsame, strategische Shooter mag, wird das Planen der Spielzüge lieben.
Wer vorsichtig sein sollte:
Wer Monetarisierung hasst oder perfektes Balancing sucht, wird enttäuscht. Die Free-to-Play-Mauern kommen schnell. Wer faires Matchmaking sucht? Eher nicht.
Leo Stevenson sagte: „World of Warships: Legends ist großartig. So einfach ist das. Es sind 45.000 Tonnen Spaß…“
Rob Zacny: „Wenn alles zusammenkommt… eine glorreiche Admiralitäts-Fantasie.“
Digital Chumps: Simpel an der Oberfläche, tief darunter… purer Spaß ohne viel Trara.
Gameblog.fr: Die erste Dosis ist gratis, warum also nicht?
Probier es aus, erspiele dir kostenlose Schiffe und schau, ob dich die Salven packen, trotz der Cash-Shop-Nörgeleien und des Matchmaking-Frusts. Eine perfekte Breitseite oder ein Torpedotreffer? Einfach herrlich. Aber halt den Geldbeutel fest – es ist hübsch, aber teuer gebaut. Es kommt auf deine Grind-Toleranz an.









